Birma


Birma

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Bịr|ma; -s:
früherer Name von Myanmar.

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Bịrma,
 
 
 
Fläche: 676 577 km2
 
Einwohner: (2000) 49,3 Mio.
 
Hauptstadt: Rangun (Yangon)
 
Amtssprache: Birmanisch
 
 
Währung: 1 Kyat (K) = 100 Pyas (P)
 
Zeitzone: 1730 Rangun = 1200 MEZ
 
englisch Burma ['bəːmə], birmanisch Myanmar, amtlich Pyidaungsu Myanmar Naingngandaw, deutsch Union Myanmar, Staat in Südostasien, im Nordwesten Hinterindiens, begrenzt von der Volksrepublik China im Norden und Nordosten, Laos und Thailand im Osten, Bangladesh, Indien und dem Golf von Bengalen im Westen und der Andamanensee im Süden, hat mit 676 577 km2 fast die doppelte Größe Deutschlands; (2000) 49,3 Mio. Einwohner; Hauptstadt ist Rangun (Yangon). Amtssprache ist Birmanisch, Handelssprache auch Englisch. Währung: 1 Kyat (K) = 100 Pyas (P). Uhrzeit: 1730 Rangun = 1200 MEZ.
 
 Staat und Recht:
 
 
In Birma herrscht seit 1988 ein Militärregime. Nach dem Putsch vom 18. 9. 1988 wurden die Verfassung von 1974 außer Kraft gesetzt und die Staatsorgane einschließlich des Parlaments aufgelöst. Als Staatsoberhaupt und Regierungschef fungiert der Vorsitzende des aus 19 Militärs bestehenden State Peace and Development Council (SPDC). Der SPDC ist oberstes Machtorgan und übt die legislative und exekutive Gewalt aus. Als untergeordnetes Exekutivorgan besteht ein Ministerrat. Die im Mai 1990 gewählte Volksversammlung (Pyithu Hluttaw; 485 Abgeordnete) hat ihre Tätigkeit bisher noch nicht aufgenommen. Der im Januar 1993 einberufene Nationalkonvent (rd. 700 von der Junta berufene Vertreter der Regierung und der Opposition) erhielt den Auftrag, an einer neuen Verfassung zu arbeiten (Tätigkeit de facto nach Auszug der Vertreter der National League for Democracy 1995 eingestellt).
 
Parteien:
 
Mit der Aufhebung des Einparteiensystems 1988 entstand ein breit gefächertes Parteienspektrum. Einflussreichste der derzeit vom SLORC registrierten 8 Parteien: National League for Democracy (NLD), Shan Nationalities League for Democracy, Arakan League for Democracy, National Unity Party (NUP; Nachfolgeorganisation der langjährigen Einheitspartei Burma Socialist Programme Party).
 
 
Auf einem Zahnrad (Symbol für die Industrie) mit 14 Zähnen, die die 7 Unionsstaaten und 7 Provinzen der Republik repräsentieren, findet sich eine Umrisszeichnung des Landes. Das Zahnrad wird eingerahmt von einem Kranz aus Reis (Symbol für die Landwirtschaft), darüber der Stern der früheren Widerstandsbewegung; außerhalb des Wappenschildes zwei mythische Löwen (Verkörperungen der Weisheit in der Ausübung der Macht) und das Schriftband mit dem Landesnamen Union von Myanmar.
 
Nationalfeiertage:
 
Nationalfeiertag ist der 4. 1., zur Erinnerung an die Erlangung der Unabhängigkeit 1948.
 
 
Seit 1974 ist das Land regional in 7 Provinzen (»divisions«) und 7 Unionsstaaten (»states«) gegliedert, die in (1983) 314 Distrikte (»townships«) und weiterhin in 288 Städte (»towns«), 2 190 Stadtgemeinden (»wards«) und 13 756 Dorfgemeinden (»village tracts«) aufgeteilt sind. Provinzen, Unionsstaaten und Distrikte werden seit 1988 von »Law and Order Restoration Councils« (LORCs) verwaltet, die auf der oberen regionalen Ebene direkt vom Militär gelenkt werden.
 
 
Die Militärherrschaft seit 1988 basiert auf Kriegsrecht, das gegenüber Zivilisten jedoch nur in (definierten) besonders gravierenden Fällen angewendet wird. An der Spitze des nominell unabhängigen zivilen Gerichtswesens steht ein Oberster Gerichtshof mit 5 Mitgliedern; auf unterer Ebene gibt es regionale und lokale Gerichte.
 
 
Trotz einer Wehrpflicht von 18 Monaten für Männer und Frauen setzen sich die Streitkräfte ausschließlich aus Freiwilligen zusammen. Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee umfasst etwa 270 000 Soldaten, die der paramilitärischen Kräfte (Volksmiliz und Volkspolizei) 73 000 Mann. Das Heer (250 000 Soldaten) gliedert sich in zwei Panzerbataillone, zehn leichte Infanteriedivisionen, 27 unabhängige Infanteriebataillone und weitere 85 regionale Infanteriebataillone. Die Luftwaffe hat 9 000, die Marine 12 400 Soldaten (einschließlich 800 Marineinfanteristen). - Die Ausrüstung umfasst im Wesentlichen etwa 200 Kampfpanzer chinesischem Typs, rd. 50 vorwiegend leichte Kampfflugzeuge zur Guerillabekämpfung sowie zwei Korvetten und rd. 70 Kleine Kampfschiffe. - Das Land verwendet etwa 11 % der Staatsausgaben für militärische Zwecke.
 
 Landesnatur und Bevölkerung:
 
 
Birma erstreckt sich rd. 2 000 km lang von Norden nach Süden. Der schmale, lang gestreckte Südostteil liegt an der Andamanensee und reicht weit auf die Malaiische Halbinsel, wo er im küstenparallel verlaufenden Tenasserimgebirge (bis 2 072 m über dem Meeresspiegel) an Thailand grenzt und am nur 60 km breiten Isthmus von Kra endet; der Küste vorgelagert ist der Merguiarchipel.
 
Der Hauptteil des Landes lässt sich in drei große Teilräume gliedern: das westbirmanische Randgebirge, das Shanplateau im Osten und das hufeisenförmig von den beiden im Norden zusammenlaufenden Gebirgszügen umschlossene zentrale Irawadibecken. Dieses von Irawadi, Chindwin und Sittang durchflossene Tiefland bildet den wirtschaftlichen und kulturellen Kernraum von Birma; es ist eine geologische Grabenzone (schwere Erdbeben 1975) und reicht vom sich ständig vergrößernden Deltagebiet des Irawadi im Süden bis zum Binnenbecken von Mandalay im Norden. Der Küstenraum im Süden wird oft auch Unterbirma genannt; er ist die am dichtesten besiedelte Region von Birma mit der Hauptstadt Rangun und eines der größten Reisanbaugebiete der Erde. Der auch Oberbirma genannte Norden weist mit dem Becken von Mandalay eines der wenigen halbwüstenartigen Trockengebiete in Südostasien auf, mit dessen künstlicher Begrünung aber begonnen wurde. Aus dem Tiefland erhebt sich das Pegugebirge mit dem Popa (1 519 m über dem Meeresspiegel), einem berühmten Pilgerziel.
 
Das tertiäre westbirmanische Randgebirge (Patkai Hills, Naga Hills, Chin Hills) bildet einen nur schwer zu überwindenden Grenzsaum gegen den indischen Subkontinent, es stellt eine nach Süden gerichtete Fortsetzung des östlichen Himalaja dar, erreicht Höhen bis 3 826 m über dem Meeresspiegel und fällt mit dem Arakangebirge (Höhen zwischen 900 m und 1 500 m über dem Meeresspiegel) am Kap Negrais steil zum Golf von Bengalen ab. Das Shanplateau im Osten (ein mesozoisches Kalkplateau mit tief eingeschnittenen Tälern, teils verkarstet, einzelne Berghöhen bis 2 600 m über dem Meeresspiegel) ist Teil des hinterindischen Zentralgebirges, das vom chinesischen Yunnan bis zum Tenasserimgebirge reicht; Hauptströme dieses Gebietes sind der Saluen, der in den Golf von Martaban mündet, und als Grenzfluss zu Laos der Mekong.
 
Der äußerste Norden von Birma reicht über das subtropische Kachinhochland bis in die Ausläufer der tibetanischen Randgebirge (Höhen bis 5 581 m über dem Meeresspiegel).
 
Klima und Vegetation:
 
Birma hat allgemein ein tropisches Monsunklima mit höchsten Niederschlägen zur Zeit des Südwestmonsuns von Mai bis Oktober (in einigen Gebieten bis zu 95 % der Jahresniederschläge). Es lassen sich drei klimatische Jahreszeiten unterscheiden: die kühle Trockenzeit (Oktober-Februar), die heiße Trockenzeit (März bis Mitte Mai) und die Regenzeit (Mitte Mai-Oktober). Durch die geographische Lage und das Relief bedingt, tritt in den einzelnen Landesteilen jedoch eine gewisse Modifizierung der Verhältnisse auf. Dem Monsun direkt ausgesetzte Berg- und Küstenregionen gehören zu den regenreichsten Gebieten der Erde (Moulmein 4 376 mm/Jahr). Die Leeseiten der Gebirge und das im Regenschatten des Arakangebirges gelegene zentrale Tiefland erhalten zum Teil unter 500 mm/Jahr Niederschläge.
 
Diese Unterschiede spiegeln sich in der Vegetation, die verbreitet aus tropischem Regenwald, bei längerer Trockenzeit und jährlichen Niederschlägen unter 2 000 mm aus feuchtem Monsunwald (mit seit 1856 forstwirtschaftlich genutzten Teakholzbeständen) besteht, im zentralen Tiefland dagegen aus Buschwald bis hin zur Dornbuschsavanne. Daneben gibt es in Feuchtgebieten Bambuswälder (auch als Sekundärvegetation) und an der Küste Mangrovensümpfe. Der Jahresgang der Temperatur ist in Trockengebieten ausgeprägter als in anderen Regionen (Mandalay 21 ºC im Januar, 32 ºC im April). Das für Menschen zuträglichste Klima herrscht auf dem Shanplateau mit mittleren Niederschlägen und Temperaturen von 6-8 ºC unter denen des benachbarten Tieflandes. Auch mit steigenden Höhen des Landes nach Norden und größerer Entfernung zum Meer verringern sich die Temperaturen (Jahresdurchschnitt in Moulmein 28 ºC, in Lashio 22 ºC). Im äußersten Norden liegt für zwei Monate im Jahr Schnee; hier gibt es Eichen-, Kiefern- und Rhododendronwälder, womit die Höhenzonierung der Vegetation jener des östlichen Himalaja entspricht.
 
 
Größte Bevölkerungsgruppen sind (1983) die Birmanen mit 69 %, gefolgt von den Shan (8,5 %), Karen (6,2 %), Rakhinen (4,5 %), Mon (2,4 %); hinzu kommen zugewanderte Ausländer (5,4 %), v. a. Inder und Chinesen. Tendenziell bewohnen die Birmanen das Kerngebiet des Staates, ethnische Minderheiten periphere Gebiete; in der Praxis besteht jedoch eine erhebliche Durchsetzung (z. B. mehr Karen außerhalb des Karenstaates als innerhalb). 26 % der Bevölkerung lebten 1993 in Städten, allein 7 % in der Hauptstadt Rangun. Das Bevölkerungswachstum lag 1994 bei 1,9 %; 33,8 % der Einwohner waren jünger als 15 Jahre und 58,8 % zwischen 15 und 59 Jahre alt. Die Bevölkerungsdichte (73 Einwohner/km2) ist in den einzelnen Landesteilen sehr unterschiedlich: Dicht besiedelt sind das Gebiet um Rangun und das Irawadidelta, ferner auch die Gebiete um Mandalay, Moulmein und Pegu.
 
 
Die Religionsfreiheit ist gesetzlich geschützt. Traditionell nimmt jedoch der Buddhismus als Glaubensgemeinschaft, der über 89 % der Bevölkerung angehören (1992), eine besondere Stellung ein und war 1961/62 Staatsreligion. Seit Anfang der 1980er-Jahre erfährt er erneut eine vielfältige staatliche Förderung. Er ist überwiegend in der Form der Theravada-Schule, im Nordosten des Landes als Mahayana-Buddhismus verbreitet und wird durch die Klöster (gegenwärtig rd. 180 000 ordinierte Mönche und über 20 000 Nonnen) getragen.
 
Daneben gibt es religiöse Minderheiten der Christen (rd. 5 %), Muslime (rd. 4 %) und Hindus (rd. 1 %) sowie Anhänger traditioneller Stammesreligionen und bestimmter Formen tantristischer Religiosität. Die Christen gehören überwiegend protestantischen Kirchen an (v. a. Baptisten); rd. 400 000 gehören der katholischen Kirche (Kirchenprovinzen Mandalay und Rangun), rd. 45 000 der anglikanischen Kirche (Provinz Birma) an. Die Muslime, v. a. im Rakhinestaat lebend, sind Sunniten und überwiegend indischer Herkunft.
 
 
Seit 1975 besteht Schulpflicht für Kinder vom 5. bis 9. Lebensjahr, die in abgelegeneren Gebieten aber noch nicht voll realisiert wird. Das Erziehungswesen umfasst alle Stufen bis hin zu Fachhochschulen und fünf Universitäten. Der Unterricht erfolgt überwiegend in englischer Sprache, die bereits vom Kindergarten an gelehrt wird. Die Analphabetenrate liegt nach Schätzungen bei etwa 25 %.
 
 
Presse: Es besteht keine Pressefreiheit. Rundfunk und Fernsehen sowie die wichtigsten Presseorgane sind in Staatsbesitz. Zentrale Tageszeitung ist »Myanma Alin« (gegründet 1963), dessen englische Ausgabe »New Light of Myanmar« einzige englischsprachige Tageszeitung ist. - Staatliche Nachrichtenagentur: News Agency of Burma« (NAB, gegründet 1963). - Rundfunk: Das staatliche »Myanmar TV and Radio Department« (MTRD) strahlt sowohl Rundfunksendungen (auch in den Sprachen ethnischer Minderheiten und Englisch) als auch Fernsehprogramme aus. Das Satellitenfernsehen, das seit 1993 mit Lizenz erlaubt ist, bietet mehrere ausländische Programme.
 
 Wirtschaft und Verkehr:
 
 
Der 1962 eingeführte, letztlich erfolglose eigene »birmanische Weg zum Sozialismus« wurde 1988 formal abgeschafft. Danach erfolgte zunächst sehr langsam ein Übergang zur Marktwirtschaft, der sich seit 1992 zunehmend beschleunigt hat. 1994/95 wurden rd. 76 % des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) vom privaten Sektor erwirtschaftet, 1,4 % vom genossenschatlichen, 22,2 % vom staatlichen Sektor. Der Außenhandel, bis 1988 Staatsmonopol, wird in beiden Richtungen bereits überwiegend privat abgewickelt. Durch ein liberales Auslandsinvestitionsgesetz, das bis zu 100 % ausländischen Besitz erlaubt und vor Verstaatlichungen schützt, wurde die Wirtschaft ab 1988 wieder für das Ausland geöffnet. Als Voraussetzung für die wirtschaftliche Entfaltung wird die Infrastruktur (Energiewirtschaft, Verkehr, Nachrichtenübermittlung, Finanzwirtschaft) ausgebaut. In der Produktion erfolgt eine erhebliche Expansion der Landwirtschaft und darauf aufbauend des verarbeitenden Gewerbes. Eine Steigerung der Deviseneinnahmen soll durch stark erhöhte Erdgasförderung und Ausbau des Tourismus erreicht werden. Vor diesem Hintergrund wird seit einigen Jahren ohne ausländischer Hilfe ein erhebliches reales Wirtschaftswachstum erzielt (BIP: 1992/93: 9,7 %, 1993/94: 5,9 %, 1994/95: 6,8 %). Löhne und Gehälter sind meist noch so niedrig, dass zwei Personen pro Familie arbeiten müssen.
 
Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei beschäftigten 1994/95 fast 67 % aller Erwerbstätigen.
 
 
In der Landwirtschaft hat nach der horizontalen Expansion (Neulandgewinnung, Dreifachernten, zahlreiche Dammbauten für Bewässerung) in den letzten Jahren eine vertikale (mehr Düngemittel und Mechanisierung) begonnen. Die Reisernte wurde rasch gesteigert (1994/95: 18,8 Mio. t); Reis und Hülsenfrüchte sind wichtige Exportgüter. Weitere bedeutende Agrarprodukte sind Zuckerrohr (1994/95: 2,3 Mio. t), Weizen, Mais, Erdnüsse, Sesam, Jute, Baumwolle, Kautschuk und Tabak.
 
 
Rund 50 % des Landes sind nach offiziellen Angaben mit Wald bedeckt (43 % mit geschlossener Walddecke).
 
Vom Holzeinschlag entfallen über 90 % auf Brennholz (1994/95: 18 Mio. Hoppus tons), weniger als 10 % auf das zum Teil exportierte Teak- und sonstige Hartholz (1994/95: 1,1 Mio. beziehungsweise 260 000 Hoppus tons). Regierungspolitik ist seit 1993 eine Drosselung der Rundholzausfuhr zugunsten von Schnittholz und Weiterverarbeitungsprodukten.
 
 
Die einheimische Fischerei umfasst überwiegend Kleinbetriebe; außerdem wurden Lizenzen an ausländische Firmen gegeben.
 
 
Die reichen Bodenschätze werden erst teilweise ausgebeutet, bei jedoch steigender Tendenz durch ausländische Investitionen. An Metallen werden u. a. (Verarbeitung zum Teil nur bis zum Konzentrat) Silber, Kupfer, Blei, Zinn, Zink, Wolfram und Scheelit gewonnen, an Nichtmetallen Kalkstein, Gips sowie Halbedelsteine (Jade) und Edelsteine (Saphire, Rubine, Topas). Die Erdölförderung stagniert und deckt den Inlandsbedarf nicht, die Erdgasförderung wächst rasch.
 
 
Das verarbeitende Gewerbe trug 1994/95 nur gut 9 % zur Entstehung des BIP bei und beschäftigte 8 % der Erwerbstätigen. Die (insgesamt stark defizitären) Großunternehmen sind überwiegend in Staatsbesitz, doch ist eine Privatisierung angelaufen. Verarbeitet werden v. a. Agrar- und Bergbauprodukte, produziert u. a. Reis, Zucker, Speiseöl, Zigaretten, Textilien und Bekleidung, Papier, Salz, Zement, Düngemittel, Flachglas, Erdölprodukte, Fernsehempfangsgeräte, Maschinen, kleinere Schiffe und in geringer Zahl Kraftfahrzeuge.
 
 
Der Außenhandel ist chronisch defizitär. Handelspartner sind überwiegend asiatische Länder (1993/94 im Export zu 83 %, im Import zu 87 %), besonders Japan, Singapur, Thailand, Volksrepublik China. Exportiert werden v. a. landwirtschaftliche Erzeugnisse (1993/94: 32 %), forstwirtschaftliche Erzeugnisse (32 %), Fischereiprodukte (9 %), Minerale und Edelsteine (9 %), importiert v. a. Kapitalgüter (35 %), Rohmaterialien und Ersatzteile für die Industrie (27 %) sowie Konsumgüter (18 %).
 
Verkehr:
 
Wichtigster Verkehrsträger ist die Eisenbahn mit einer Schienenlänge von (1993) 1 808 km, gefolgt vom Straßenverkehr mit zwar (1993) 9 394 km Straßen (darunter 3 529 km asphaltiert), aber einer noch nicht sehr hohen Kraftfahrzeugzahl. Beide werden erheblich ausgebaut, darunter die für den Transit nach Südchina wichtige Straßenverbindung Rangun-Mandalay von vorher zwei auf sechs Fahrspuren. Die Binnenschifffahrt mit rd. 5 200 km leistungsfähiger Wasserstraßen (wichtigste: der Irawadi von Rangun bis Bhamo) hat sowohl für den Passagier- als auch für den Frachtverkehr Bedeutung, die Küsten- und Hochseeschifffahrt v. a. für den Frachtverkehr. Der Außenhandel wird weitgehend über den Hafen von Rangun abgewickelt, in dessen Nähe in Thilawa ein moderner Containerhafen geplant ist. Weitere wichtige Seehäfen sind Sittwe, Bassein und Moulmein. Der Luftverkehr ist durch zwei Jointventures mit Firmen aus Singapur wesentlich leistungsfähiger geworden. In Pegu und Tada-U sind neue internationale Flughäfen für Rangun und Mandalay in Bau. Insgesamt gibt es 43 staatseigene Zivilflughäfen.
 
 
Zur Vorgeschichte Hinterindien, Vorgeschichte.
 
Bevor die Birmanen im 9. und 10. Jahrhundert aus Tibet und Nordwestchina in das Gebiet Birmas einwanderten, gab es dort bereits mehrere unter indischem Kultureinfluss stehende Reiche: das der ursprünglich aus Mittelasien stammenden Pyu, die sich in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten im Norden Birmas ansiedelten (Zentrum Shri Kshetra), und die Fürstentümer der Mon, eines ebenfalls mongoliden Volks, das schon in vorchristlicher Zeit im Irawadidelta lebte und etwa seit der Mitte des ersten nachchristlichen Jahrtausends in Thailand (Königreich Dvaravati) und Birma Reiche bildete (Zentren in Birma: Pegu und Thaton im Süden, nach Eroberung großer Teile des Reiches der Pyu im 8. Jahrhundert Prome in Zentralbirma). Erben der Pyu- und Monreiche wurden die den Pyu verwandten Birmanen. Mitte des 11. Jahrhunderts unterwarfen sie die Mon und gründeten unter ihrem König Anawratha (1044-77) das erste birmanische Reich; Hauptstadt war Pagan (gegründet 849). Die Birmanen übernahmen von den besiegten Mon den Buddhismus der Theravada-Schule und die Schriftsprache Pali. Im 13. Jahrhundert, auf dem Höhepunkt seiner Macht, wurde das Königreich Pagan von den in China herrschenden Mongolen unter Khubilai zerschlagen (1287). In Oberbirma bildete sich ein neues Reich um Ava heraus, das bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts bestand; Träger waren die Stämme der Shan (Tai). Im Delta bildete sich wieder ein unabhängiges Königreich der Mon (Hauptstadt 1369-1539 Pegu); im Osten wurde die Stadt Toungoo am Sittang 1347 Zentrum eines birmanischen Königreiches. Einigen seiner Herrscher gelang es im 16./17. Jahrhundert, Birma für jeweils kurze Zeit wieder zu vereinigen. Nach einer Zeit des Niedergangs und der Wirren wurde Birma 1752 von dem birmanischen Häuptling Alaungpaya (✝ 1760) nochmals geeint; die von ihm begründete Konbaung-Dynastie bestand bis 1885.
 
Seit 1824 wurde Birma allmählich von den Briten erobert (britisch-birmanische Kriege 1824-26, 1852/53, 1885; Annexion von Assam, Arakan und Tenasserim 1826, u. a. von Pegu 1852, von Oberbirma 1885) und schließlich 1886 als Provinz mit Britisch-Indien vereinigt.
 
Junge, in Großbritannien ausgebildete Intellektuelle gründeten 1906 die »Young Men's Buddhist Association« (YMBA) zur Pflege der nationalen Kultur (v. a. Einrichtung von Schulen). Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich eine nationale Bewegung, die sich mit wachsender Entschlossenheit ebenso gegen die britische Kolonialherrschaft wie auch gegen die starke Stellung der Inder im birmanischen Wirtschaftsleben wandte. 1930 erhoben sich birmanische Bauern unter Führung von Saya San. 1931 (nach anderen Angaben 1930) entstand die »Dobama Asiayone« (deutsch »Verband Wir Birmanen«), die auch unter dem Namen Thakin-Bewegung bekannt wurde. In ihrem Rahmen stiegen während der 30er-Jahre Aung San und U Nu zu maßgeblichen Persönlichkeiten der birmanischen Unabhängigkeitsbewegung auf.
 
Nach seiner Herauslösung aus dem Kolonialverband Britisch-Indien (1937) erhielt Birma unter einer eigenen Regierung größere Autonomierechte.
 
Im Zweiten Weltkrieg besetzten japanische Truppen 1942 Birma. Bestimmt von der japanischen Zusage, die Errichtung eines unabhängigen birmanischen Staates zu fördern, kämpfte eine birmanische Armee unter Aung San an der Seite Japans gegen Großbritannien. Mit japanischer Billigung rief Ba Maw (* 1893, ✝ 1977) am 1. 8. 1943 die Unabhängigkeit Birmas aus. Unter dem Eindruck der sich abzeichnenden Niederlage Japans im Pazifikkrieg gingen die Streitkräfte Aung Sans zu den Kriegsgegnern Japans über, besonders zu Großbritannien, das 1944/45 Birma zurückeroberte und wieder seiner Herrschaft unterstellte. In langwierigen Verhandlungen mit der britischen Regierung (C. Attlee) erreichten die Vertreter der birmanischen Nationalbewegung die Zusage Großbritanniens, Birma in die Unabhängigkeit zu entlassen. Nach der Ermordung Aung Sans durch innenpolitische Gegner (Juli 1947) übernahm U Nu die Führung der 1944 gegründeten »Anti-Fascist People's Freedom League« (AFPFL; deutsch »Antifaschistische Freiheitsliga des Volkes«), die bei den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung die stärkste politische Kraft im Lande wurde. Mit dem In-Kraft-Treten der neuen Verfassung am 4. 1. 1948 wurde Birma als »Union of Burma« (deutsch »Birmanische Union«) unabhängig und schied zugleich auch aus dem Commonwealth of Nations aus.
 
Nach der Entlassung Birmas in die Unabhängigkeit sah sich Ministerpräsident U Nu (1947/48-56, 1957/58, 1960-62) mit Widerstand sehr unterschiedlicher Art und Richtung konfrontiert: ab 1947/48 mit Aufständen von Kommunisten, die als politische Gruppierung mit der gesellschaftlichen Entwicklung unzufrieden waren, ab 1949 mit der Erhebung der Karen, die als ethnische Minderheit mit ihrer Stellung im Staat nicht einverstanden waren. Andere ethnische Organisationen (z. B. der Kachin und Shan) nahmen ebenfalls einen Guerillakampf gegen die Zentralregierung auf. Ein zusätzliches Problem für den unabhängigen Staat war die Anwesenheit nationalchinesischer Militäreinheiten im östlichen Birma, die auf ihrem Rückzug vor den Truppen der chinesischen Roten Armee 1949 dort eingedrungen waren und erst 1954 nach Taiwan evakuiert werden konnten.
 
Im Zuge der schrittweisen Wiederherstellung der Regierungsautorität leitete U Nu ein Reformprogramm ein, in dem er buddhistische Vorstellungen und sozialistische Ideen miteinander zu verbinden suchte (»buddhistischer Sozialismus«). Er begann eine Bodenreform und verstaatlichte große europäische Unternehmen. Angesichts der starken Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg und der gesunkenen Nachfrage nach Reis in der Nachkriegszeit blieb die soziale Lage v. a. der bäuerlichen Bevölkerung von Not gekennzeichnet und führte Birma in eine wirtschaftliche Krise.
 
Spannungen innerhalb der AFPFL, die zwar bei den allgemeinen Wahlen die stärkste politische Kraft geblieben, aber einem zunehmenden Zerfallsprozess ausgesetzt war, lösten 1956 und 1958 den RücktrittU Nus als Regierungschef aus. Innerhalb der AFPFL war v. a. die Frage der Zusammenarbeit mit den Kommunisten umstritten. Unter Ministerpräsident General Ne Win übte das Militär 1958-60 die Macht aus, zog sich aber nach dem Wahlsieg des von U Nu unter dem Namen »Union Party« erneuerten Teiles der AFPFL 1960 zurück. U Nu bildete wieder die Regierung; er suchte sein Reformprogramm fortzusetzen, löste aber mit der Erhebung des Buddhismus zur Staatsreligion (1961) starke Spannungen v. a. im Verhältnis der Regierung zu den ethnischen und religiösen Minderheiten aus.
 
Nach seinem Staatsstreich und dem Sturz der Regierung U Nu (1962) steuerte General Ne Win als Vorsitzender eines Revolutionsrates und später Staatsratsvorsitzender (Präsident) einen diktatorischen Kurs: Er löste das Parlament auf, suspendierte die Verfassung und verbot Parteien. Unter Abschließung Birmas von der Außenwelt, gestützt auf die ab 1964 allein zugelassene »Burma Socialist Programme Party« (BSPP), verfolgte Ne Win einen eigenen staatssozialistischen Kurs (»birmanische Weg zum Sozialismus«). Mit der Nationalisierungs- und Verstaatlichungspolitik suchte die Regierung auch den chinesischen und indischen Einfluss in der Wirtschaft zugunsten des birmanischen Bevölkerungteils zurückzudrängen, verstärkte jedoch damit zugleich die Stagnation des wirtschaftlichen Lebens (bedrohlicher Rückgang der Reisproduktion).
 
Zwischen 1969 und 1973 versuchte U Nu die Militärdiktatur Ne Wins zu stürzen. Mit der Verfassung von 1974 errichteten die Militärs ein ziviles Regierungssystem, ohne jedoch auf ihre Machtposition in Staat und Gesellschaft zu verzichten. Ne Win übernahm das Amt des Staatspräsidenten (1978 wieder gewählt); Ministerpräsident wurde U Sein Win, den 1977 U Maung Maung Kha (* 1920, nach anderen Angaben 1922) ablöste.
 
Nach dem Rücktritt Ne Wins als Staatspräsidenten (1981) folgte ihm San Yu (* 1919, ✝ 1996) im Amt.
 
Nach Unruhen und Demonstrationen gegen die Regierung legten Ende Juli 1988 Ne Win den BSPP-Vorsitz und San Yu das Präsidentenamt nieder; der Vorschlag Ne Wins, zu einem Mehrparteiensystem zurückzukehren, wurde vom Parlament abgelehnt. Es folgten kurze Amtsperioden von Ex-General Sein Lwin (Staatspräsident 27. 7.- 12. 8. 1988), der Proteste mit brutaler Gewalt unterdrücken ließ, und von Maung Maung (Staatspräsident ab 19. 8. 1988), der die Sicherheitskräfte zurückzog und freie Wahlen mit Mehrparteiensystem anbot. Die Opposition bestand jedoch auf einer sofortigen Abdankung zugunsten einer von ihr ernannten Interimsregierung Als die Staatsgewalt zerfiel und ein Generalstreik ausgerufen wurde, putschte am 18. 9. 1988 das Militär, setzte die Verfassung außer Kraft und löste das Parlament auf; ein aus Offizieren gebildeter State Law and Order Restoration Council (SLORC, deutsch Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung) unter dem Vorsitz von General Saw Maung (* 1928) übernahm die Macht. Der SLORC erklärte den Sozialismus für abgeschafft, erließ ein Parteiengesetz und führte am 27. 5. 1990 Parlamentswahlen durch, die die National League for Democracy (NLD) überlegen gewann. Das Parlament wurde jedoch danach nicht einberufen; die Militärs blieben weiterhin an der Macht.
 
Repressive Maßnahmen gegen die im Rakhinestaat lebende muslimische Bevölkerungsgruppe, die ethnisch mit den Bengalen verwandten Rohingya, lösten Ende 1991 deren Massenflucht nach Bangladesh aus (bis 1992 rd. 250 000) und waren von einem bewaffneten Grenzzwischenfall zwischen Birma und Bangladesh begleitet. Im April 1992 unterzeichneten beide Staaten ein Repatriierungsabkommen.
 
Am 23. 4. 1992 wurde General Than Shwe (* 1933) Staats- und Regierungschef. Im Rahmen einer sehr begrenzten politischen Liberalisierung wurde ein Teil der politischen Gefangenen entlassen (1996 jedoch erneut Inhaftierung zahlreicher Oppositioneller); der Hausarrest (seit 1989) für die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi (Generalsekretärin der NLD 1988-91 und erneut seit 1995) wurde am 10. 7. 1995 nur formal aufgehoben (2000-02 erneut verhängt). UNO-Menschenrechtskommission sowie Amnesty International und Human Rights Watch kritisierten die weiterhin schlechte Menschenrechtslage in Birma, insbesondere die der ethnischen Minderheiten. Den vom SLORC im Januar 1993 einberufenen »Nationalkonvent« zur Ausarbeitung von Grundzügen einer neuen Verfassung, mit der sich das Militär auch künftig einen starken Einfluss zu sichern sucht, verließen die Vertreter der oppositionellen NLD Ende November 1995.
 
Gegenüber Kampforganisationen ethnischer Minderheiten konnte der SLORC beträchtliche militärische Erfolge erzielen und mit fast allen größeren einen Waffenstillstand schließen; am 27. 1. 1995 eroberten Regierungstruppen Manerplaw, wo sich das Hauptquartier der Karen und das Zentrum des birmanischen Widerstandes (Sitz der 1988 gegründeten »Democratic Alliance of Burma«, der aus verschiedenen ethnischen Rebellenarmeen gebildeten »National Democratic Front« und einer 1990 von acht geflüchteten Parlamentariern unter Sein Win gebildeten Gegenregierung) befunden hatten. Anfang 1996 stellte Khun Sa, der jahrzehntelang eine führende Rolle beim Opiumhandel im »Goldenen Dreieck« gespielt und im Dezember 1993 das Gebiet der Shan zu einem eigenen Staat proklamiert hatte, den Widerstand gegen die Zentralregierung ein und ergab sich mit seiner rd. 10 000 Mann starken Privatarmee. Im November 1997 formierte sich die Militärjunta neu (Bildung des »Staatsrats für Frieden und Entwicklung« (englische Abkürzung SPDC), in dem Than Shwe seine führende Position behaupten konnte.
 
Außenpolitisch hat Birma seit seiner Unabhängigkeit 1948 stets einen neutralen Kurs verfolgt; es trat 1948 der UNO bei, stellte mit U Thant 1961/62-71 deren Generalsekretär und war Gründungsmitglied der Bewegung blockfreier Staaten. In der »Sozialismus«-Periode (1962-88) kapselte sich Birma stark vom Ausland ab. Die Beziehungen zur Volksrepublik China, die Birma als einer der ersten Staaten 1949 anerkannt hatte, waren wegen der chinesischen Unterstützung für aufständische Gruppen in Birma längere Zeit gespannt, verbesserten sich jedoch in den 90er-Jahren wieder. Nach der blutigen militärischen Unterdrückung der Unruhen in Birma 1988 versuchten v. a. die USA, die EG (jetzt EU) und Australien, den SLORC durch Einstellung der Entwicklungszusammenarbeit und diplomatischem Druck zum Rücktritt zu veranlassen. 1994 ging die EU zu einem offeneren »kritischen Dialog« über. Die Mitgliedsstaaten der südostasiatischen Regionalorganisation ASEAN beharrten gegenüber Birma, das 1989 seinen Staatsnamen in »Union von Myanmar« geändert hatte, stets auf einem flexiblen »konstruktiven Engagement«. 1994 war Birma erstmals Gast eines Außenministertreffens der ASEAN, dessen Mitglied es im Juli 1997 wurde.
 
 
 
Shway Yoe: The Burman. His life and notions (London 31910, Nachdr. Arran 1989);
 H.-U. Storz: B. Land, Gesch., Wirtschaft (1967);
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 Mya Maung: Totalitarianism in Burma. Prospects for economic development (New York 1992);
 Mya Than: Myanmar's external trade. An overview in the Southeast Asian context (Singapur 1992);
 Martin Smith: Burma. Insurgency and the politics of ethnicity (London 21993).
 
 
J. S. Furnivall: The fashioning of Leviathan. The beginnings of British rule in Burma (Rangun 1939, Nachdr. Canberra 1991);
 
D. Woodman: The making of Burma (London 1962);
 
J. F. Cady: A history of modern Burma(Ithaca, N. Y. 31965);
 
F. N. Trager: Burma: from kingdom to republic (London 1966);
 
Maung Htin Aung: A history of Burma (New York 1967);
 
Burma: the struggle for independence 1944-1948, hg. v. H. Tinker u. a., 2 Bde. (London 1983-84);
 
M. Aung Thwin: Pagan. The origins of modern Burma (Honolulu, Ha., 1985);
 
R. H. Taylor: The state in Burma (London 1987);
 
R. Bless: »Divide et impera«? Brit. Minderheitenpolitik in Burma 1917-1948 (1990).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Hinterindien zwischen einheimischen Mächten und europäischen Kolonialmächten: Wechselnde Hegemonien
 
Indien: Indien unter britischer Herrschaft
 

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Bịr|ma; -s: früherer Name von Myanmar.

Universal-Lexikon. 2012.